David Harwood ist Reporter bei einer Lokalzeitung in Promise Falls. Er ist in den Dreißigern, verheiratet mit Jan und er hat einen vierjährigen Sohn, Ethan.
David arbeitet an einer Story über den Neubau eines Gefängnisses, für dessen Genehmigung wohl einige Stadträte bestochen wurden.
Trotz seiner Arbeit, fällt ihm auf, dass Jan, seine Frau, in letzter Zeit an schweren Stimmungsschwankungen leidet bzw. depressiv ist. David macht sich große Sorgen um sie.
Die Familie beschließt, gemeinsam einen Ausflug nach Five Mountains zu unternehmen, einem Vergnügungspark, in dem die drei den Tag genießen und abschalten wollen. David hofft, dass Jan auf andere Gedanken kommt und es ihr helfen wird.
Aber Jan verschwindet spurlos und David bleibt nichts anderes übrig als ohne sie nach Hause zu fahren. Die Polizei wird eingeschaltet und es tauchen so viele Ungereimtheiten auf, dass David verdächtigt wird, an Jans Verschwinden nicht unschuldig zu sein. Die nächsten Tage werden zu einem Albtraum, der alles beinhaltet: Angst um Ethan, Angst um Jan, Mord, Drohungen, u.v.m.
Zum neuen Barclay kann ich nur wieder sagen: wow!
Ich bin mit Hochgeschwindigkeit durch diese Story gerast, wie in allen anderen Büchern angetan von Barclays Schreibweise, den Protagonisten, der Spannung.
Vielleicht ist „Kein Entkommen“ aber auch Barclays bestes Buch.
Schon die Leseprobe bei vorablesen hatte es mir angetan, bis ich das Buch dann endlich in Händen hielt, konnte ich es kaum erwarten. Natürlich habe ich umgehend angefangen zu lesen, unterbrochen ausschließlich durch Pflichtbesuche bei der Familie zu Ostern.
In kürzester Zeit hatte Linwood Barclay es wieder geschafft, mich vollends in die Geschichte hinein zu ziehen. Zeitweise dachte ich, die Lösung schon im Kopf zu haben, als die Geschichte nochmal eine andere Richtung nahm.
Kein Entkommen ist ein Buch, das mich atemlos hat lesen lassen, völlig die Außenwelt vergessend.
So muss eine Geschichte sein, dann ist sie perfekt – wenn du alles um dich herum vergisst, die Protagonisten samt Umgebung vor dir siehst.
Dabei ist dieses Buch weder brutal noch blutrünstig, Linwood Barclay hat diese Effekthascherei nicht nötig, weil er in seinen Büchern durch Spannung und durchdachte Handlungen überzeugt.
Bleibt zu hoffen, dass ich nicht zu lange warten muss, bis es mehr von ihm geben wird.
Ich habe jede einzelne Seite des Buches genossen und empfehle es uneingeschränkt weiter.
